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Vergleich · 6 Min

IFZA vs. Meydan vs. RAKEZ 2026: Welche Freezone passt zu dir?

August 2026 · 6 Min Lesezeit

Wenn du als Deutscher, Österreicher oder Schweizer eine Firma in den Emiraten gründen willst, landest du früher oder später bei drei Namen: IFZA, Meydan Free Zone und RAKEZ. Alle drei sind bei Solo-Gründern, Beratern und Online-Unternehmern extrem beliebt – aber sie unterscheiden sich bei Kosten, Visa-Paketen, Standort und Alltagstauglichkeit deutlich. In diesem Vergleich bekommst du die wichtigsten Fakten für 2026, damit du nicht auf Hochglanz-Marketing hereinfällst, sondern die Freezone wählst, die zu deinem Business passt.

IFZA: Der Allrounder in Dubai

Die International Free Zone Authority (IFZA) sitzt in der Dubai Silicon Oasis und ist seit Jahren die Standard-Empfehlung vieler Agenturen – auch, weil sie großzügige Provisionen zahlt. Das macht sie nicht schlecht: IFZA bietet eine riesige Auswahl an Geschäftsaktivitäten (mehrere tausend, von Consulting bis Trading), unkomplizierte Gründung komplett aus der Ferne und Pakete mit 0 bis 6 Visa. Preislich startest du 2026 grob bei etwa 12.000 bis 15.000 AED für eine Lizenz ohne oder mit einem Visum; die jährliche Verlängerung liegt meist etwas darunter.

Gut zu wissen: Ein Flexi-Desk ist in der Regel im Paket enthalten, du brauchst also kein eigenes Büro. Für die meisten Dienstleister und Online-Businesses reicht das völlig.

Meydan Free Zone: Digital und zentral

Die Meydan Free Zone punktet mit einer Adresse nahe Downtown Dubai – das wirkt auf Rechnungen und beim Banktermin seriöser als mancher Industriestandort. Der Gründungsprozess ist stark digitalisiert, vieles läuft per App und E-Signatur. Die Pakete beginnen 2026 grob bei 12.000 bis 13.000 AED inklusive einem Visum und skalieren günstig: Wer direkt 2 oder 3 Visa braucht, zahlt bei Meydan oft weniger als bei IFZA.

Der Fokus liegt auf Dienstleistungen und E-Commerce. Wer exotischere Aktivitäten oder Kombinationen braucht, sollte vorher prüfen, ob Meydan sie überhaupt anbietet – die Aktivitätenliste ist kleiner als bei IFZA.

RAKEZ: Der Preis-Champion in Ras Al Khaimah

Die Ras Al Khaimah Economic Zone (RAKEZ) liegt rund 45 bis 60 Minuten von Dubai entfernt – und genau dafür wirst du mit den niedrigsten Preisen belohnt. Lizenzen ohne Visum gibt es teils schon ab etwa 6.000 AED, Starter-Pakete mit einem Visum ab rund 12.000 AED. Dazu kommt: RAKEZ ist die einzige der drei Zonen mit echten Industrieflächen, Lagerhallen und Grundstücken. Wer physische Produkte lagert oder produziert, findet hier Optionen, die es bei IFZA und Meydan schlicht nicht gibt.

Der Nachteil ist die Distanz: Behördengänge, Banktermine und Networking spielen sich meist in Dubai ab. Für ein reines Online-Business ist das verkraftbar, für alle anderen ein echter Faktor.

Kostenvergleich 2026 auf einen Blick

  • IFZA: Lizenz ohne Visum grob ab 12.000–13.000 AED, mit 1 Visum ab ca. 14.000–15.000 AED, Flexi-Desk inklusive
  • Meydan: Pakete mit 1 Visum grob ab 12.000–13.000 AED, günstige Staffelung bei 2–6 Visa, digitale Abwicklung
  • RAKEZ: Ohne Visum teils ab ca. 6.000 AED, Starter mit 1 Visum ab rund 12.000 AED, zusätzliche Visa vergleichsweise günstig
  • Überall on top: Establishment Card sowie pro Visum ca. 3.500–5.000 AED für Medical, Emirates ID und Stempel

Wichtig: Preise ändern sich laufend und hängen von Aktivität, Visa-Anzahl und Aktionen ab. Nimm die Zahlen als Orientierung, nicht als verbindliches Angebot.

Visa und Büro: Die Details entscheiden

Alle drei Zonen stellen dir als Gesellschafter ein Residence Visa aus, mit dem du auch die Emirates ID und ein Bankkonto bekommst. Unterschiede gibt es bei der Visa-Quote: Bei IFZA und Meydan wählst du dein Visa-Paket direkt, bei RAKEZ hängt die maximale Visa-Anzahl stärker von der gebuchten Bürogröße ab – ein Flexi-Desk erlaubt nur wenige Visa, für ein größeres Team brauchst du ein echtes Büro.

Steuern: 0 % gilt überall – aber mit Bedingungen

Steuerlich nehmen sich die drei Zonen wenig: Die 0 % Corporate Tax auf Qualifying Income gelten überall nur, wenn du die QFZP-Bedingungen erfüllst – echte Substanz in der Freezone, qualifizierende Einkünfte, Transfer-Pricing-Doku und geprüfte Jahresabschlüsse. Alternativ können kleinere Firmen mit Umsatz unter 3 Mio. AED das bis Ende 2029 verlängerte Small Business Relief nutzen. Und denk daran: Wenn du weiter in Deutschland wohnst, greift ohnehin das deutsche Steuerrecht. Das hier ist keine Steuer- oder Rechtsberatung – hol dir für deinen Fall professionellen Rat.

Für wen eignet sich welche Freezone?

  • IFZA: Berater, Agenturen und Trader, die maximale Aktivitäten-Auswahl und einen etablierten Standard-Prozess wollen
  • Meydan: Solo-Gründer und E-Commerce-Unternehmer, die eine prestigeträchtige Dubai-Adresse und volle digitale Abwicklung schätzen
  • RAKEZ: Preisbewusste Gründer, Produktions- und Logistik-Businesses – und alle, die mehrere Visa möglichst günstig brauchen

Fazit: Es gibt keinen Sieger – nur den richtigen Fit

IFZA ist der bewährte Allrounder, Meydan das digitale Dubai-Paket, RAKEZ der Kostensieger mit Industrie-Option. Entscheidend sind dein Budget, deine Aktivität und wie oft du wirklich vor Ort bist. Du willst wissen, welche Freezone zu deinem konkreten Setup passt? Nutze den kostenlosen Freezone-Finder auf freezone24.com, rechne dein Setup mit dem Kostenrechner durch oder buche direkt einen unverbindlichen Beratungstermin – unabhängig und ohne Verkaufsdruck.

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